Der IPIP-NEO-120 ist der Goldstandard der Persönlichkeitspsychologie — kostenlos, ohne Account, alle Daten lokal. 120 Fragen, 30 Facetten, vollständige Auswertung als PDF-Bericht.
OCEAN-Modell · Big Five · IPIP-NEO-120 · 30 Facetten · Kostenlos
OceanProfil basiert auf dem gemeinfreien IPIP-NEO-120 von Lewis Goldberg (Oregon Research Institute). Alle Fragebogenitems sind öffentlich zugänglich unter ipip.ori.org.
Was du erhältst
Nach dem Test erhältst du eine differenzierte Analyse deiner Persönlichkeit auf Basis des Big-Five-Modells — mit Radar-Chart, 30 Facetten und Auswertung als PDF-Bericht.
So funktioniert es
Du bewertest Aussagen auf einer 5-Punkte-Skala. Die Fragen werden zufällig gemischt — genau wie im echten DLR-/Lufthansa-Assessment. Dauert ca. 15 Minuten.
Dein Big-Five-Profil wird in Sekunden berechnet: 5 Domänen, 30 Facetten, Radar-Chart und eine Pilot-spezifische Eignungseinschätzung mit Ampel-System.
Ein professioneller 2-seitiger PDF-Bericht steht sofort zum Download bereit — mit allen Scores, Charts und Interpretationen. Komplett kostenlos.
Das Big-Five-Modell
Das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) und seine gemeinfrei zugängliche Operationalisierung (IPIP-NEO) ist der Goldstandard der wissenschaftlichen Persönlichkeitspsychologie — in über 50 Jahren transkultureller Forschung vielfach repliziert und validiert.
Wissenschaftliche Basis
Der IPIP-NEO (International Personality Item Pool) wurde vom Oregon Research Institute entwickelt und ist die führende gemeinfrei zugängliche Alternative zum kommerziellen NEO-PI-R. Er misst dieselben fünf Persönlichkeitsdimensionen mit wissenschaftlich vergleichbarer Reliabilität und Validität.
Die Fragen sind auf ipip.ori.org frei verfügbar und dürfen ohne Lizenzgebühren eingesetzt werden — auch kommerziell.
⚠ WICHTIGER HINWEIS
OceanProfil ist ein Orientierungstest zur persönlichen Vorbereitung. Die Ergebnisse ersetzen keine offizielle psychologische Diagnostik durch das DLR, Lufthansa oder eine zugelassene Testbehörde. Für die tatsächliche Pilotenauswahl sind lizenzierte Psychologen zuständig.
Häufige Fragen
Transparenz & Methodik
Ein tiefer Einblick in das IPIP-NEO-120 — das psychologische Fundament hinter OceanProfil. Von den wissenschaftlichen Ursprüngen des Big-Five-Modells bis zu seiner konkreten Anwendung in der Pilotenauswahl europäischer Airlines.
Das Big-Five-Persönlichkeitsmodell — auch bekannt als das Fünf-Faktoren-Modell (FFM) — ist heute der weltweit meistuntersuchte und angesehenste Ansatz zur Beschreibung menschlicher Persönlichkeit. Es fasst Persönlichkeit in fünf breiten Dimensionen zusammen: Neurotizismus (N), Extraversion (E), Offenheit für Erfahrungen (O), Verträglichkeit (A) und Gewissenhaftigkeit (C).
Was das Modell so außergewöhnlich macht, ist seine empirische Fundierung. Die fünf Faktoren wurden nicht am Reißbrett entworfen, sondern durch jahrzehntelange statistische Analyse aus tatsächlichen Persönlichkeitsdaten von Hunderttausenden von Probanden herausgearbeitet. Dabei stellte sich immer wieder heraus: Egal ob in Japan, Deutschland, Nigeria oder Brasilien — dieselben fünf Grunddimensionen tauchen verlässlich auf.
Das Modell ist heute der Standardrahmen in der wissenschaftlichen Persönlichkeitspsychologie, der Personaldiagnostik und — zentral für OceanProfil — in der Eignungsdiagnostik für sicherheitskritische Berufe wie den Pilotenberuf.
Big Five / FFM: Ein empirisch gewonnenes Persönlichkeitsmodell mit fünf statistisch unabhängigen Faktoren. Das englische Akronym OCEAN steht für: Openness, Conscientiousness, Extraversion, Agreeableness, Neuroticism.
Die Wurzeln des Modells reichen bis in die 1930er-Jahre zurück. Der Psychologe Gordon Allport schlug 1936 gemeinsam mit Henry Odbert vor, Persönlichkeit über die natürliche Sprache zu erschließen — der sogenannte lexikalische Ansatz. Ihre These: Wenn eine Eigenschaft wichtig genug ist, hat die Menschheit dafür ein Wort entwickelt. Sie sammelten aus dem Wörterbuch über 18.000 persönlichkeitsbeschreibende Adjektive.
Raymond Cattell destillierte diese Liste in den 1940ern auf 16 Faktoren (16PF), Hans Eysenck schlug in den 1950ern zunächst nur drei Superfaktoren vor. Der entscheidende Durchbruch gelang Ernest Tupes und Raymond Christal in den 1960ern, die in militärpsychologischen Datensätzen zuverlässig fünf stabile Faktoren isolierten.
„Die fünf Faktoren sind robust genug, um in Sprachen und Kulturen weltweit repliziert zu werden — das ist der stärkste Beweis für ihre biologische Verankerung."
— Robert R. McCrae & Paul T. Costa Jr., American Psychologist, 1997Den Modell seine heutige wissenschaftliche Dominanz verdankt es vor allem Paul Costa und Robert McCrae, die das NEO-PI-R (1992) entwickelten — das kommerzielle Instrument, das Lufthansa, das DLR und andere europäische Airline-Selektionsprogramme bis heute einsetzen.
Zwillingsstudien belegen konsistent, dass 40–60% der Varianz in allen fünf Dimensionen genetisch bedingt ist. Besonders Neurotizismus und Extraversion sind eng mit dopaminergen und serotonergen Systemen im Gehirn verknüpft. Das bedeutet nicht, dass Persönlichkeit unveränderbar ist — aber es erklärt, warum Big-Five-Scores über zehn Jahre hinweg mit durchschnittlich r ≈ .70 stabil bleiben.
Jede der fünf Dimensionen besteht aus sechs Facetten — spezifischeren Aspekten, die zusammen die Breite des jeweiligen Faktors abdecken. Das NEO-PI-R und das IPIP-NEO messen alle 30 Facetten und ermöglichen so eine deutlich differenziertere Analyse als einfache Kurztests.
Barrick & Mount (1991, n > 23.000) zeigen: Gewissenhaftigkeit korreliert als einziger Big-Five-Faktor konsistent über alle Berufsgruppen hinweg mit Jobleistung. Bei sicherheitskritischen Berufen — u.a. Piloten, Chirurgen, Polizisten — ist der Effekt besonders stark ausgeprägt.
Der International Personality Item Pool (IPIP) ist ein wissenschaftliches Projekt des Oregon Research Institute, initiiert von Lewis Goldberg — einem der Väter der modernen Persönlichkeitsforschung. Goldbergs Vision war radikal: Er stellte tausende psychometrisch validierte Fragebogenitems unter eine öffentliche Lizenz, frei zugänglich für Wissenschaft, Bildung und kommerzielle Anwendungen.
Das IPIP-NEO-120 umfasst 120 Items — je 4 pro Facette für alle 30 Facetten des Big-Five-Modells. Psychometrisch ist es dem kommerziellen NEO-PI-R (240 Items) sehr ähnlich, mit nur marginalen Abstrichen bei der Reliabilität einzelner Facetten.
Die Konvergenzvalidität von r = .87 gegenüber dem kommerziellen NEO-PI-R ist bemerkenswert: Beide Tests messen im Wesentlichen dasselbe Konstrukt. Der einzige Unterschied: Das IPIP-NEO ist gemeinfrei und kostet keine Lizenzgebühren.
Alle IPIP-Items sind Public Domain und auf ipip.ori.org frei zugänglich. Die Nutzung — auch kommerziell — ist ausdrücklich erlaubt. OceanProfil verwendet ausschließlich diese gemeinfreien Items.
Die Luftfahrt ist eine der am intensivsten erforschten Hochleistungsdomänen in der Arbeitspsychologie. Pilotenauswahl kostet Airlines Hunderttausende Euro pro Kandidaten — allein für Training und Ausbildung. Fehlentscheidungen haben direkte Sicherheitskonsequenzen. Kein Wunder, dass Persönlichkeitsdiagnostik hier seit den 1990ern fest etabliert ist.
Die Deutsche Luft- und Raumfahrt (DLR), die das Auswahlverfahren für die Lufthansa-Gruppe und andere europäische Airlines durchführt, setzt auf eine Kombination aus kognitiven Leistungstests und Persönlichkeitstests auf Basis des NEO-PI-R-Modells. Die wissenschaftliche Literatur ist dabei eindeutig:
„Emotional stability and conscientiousness are the two personality dimensions most consistently linked to aviation safety outcomes across cultures and aircraft types."
— Martinussen & Hunter (2010). Aviation Psychology and Human Factors. Wiley.Nach dem Unfall von Flug 4U9525 (2015) überarbeiteten EASA und nationale Luftfahrtbehörden die Anforderungen an psychologische Eignungsuntersuchungen grundlegend. Heute sind umfassende Persönlichkeitsdiagnostiken nicht nur beim Einstellungsverfahren, sondern auch bei regelmäßigen Verlaufschecks für aktive Piloten Teil des EASA-Regelwerks. Das Big-Five-Modell spielt dabei eine zentrale Rolle.
Kein wissenschaftliches Modell ist unumstritten. Eine kritische Auseinandersetzung ist nicht nur intellektuell redlich, sondern auch für den verantwortungsvollen Einsatz des Modells notwendig.
1. Beschreibung, keine Erklärung: Die Big Five beschreiben Persönlichkeit, erklären sie aber nicht kausal. Sie sagen was jemand ist, nicht warum. Für Diagnostikzwecke ist das unproblematisch; für die Persönlichkeitstheorie ein Manko.
2. Faking-Problematik: Im Assessment-Kontext können Kandidaten sozial erwünschte Antworten geben. Seriöse Tests enthalten daher eine Soziale-Erwünschtheit-Skala — das IPIP-NEO in seiner Standardversion nicht. OceanProfil adressiert das explizit: Der Test dient zur Selbsterkenntnis, nicht zur Vorbereitung auf Manipulation.
3. Situation vs. Disposition: Persönlichkeitstests messen stabile Dispositionen — sie sagen wenig über Verhalten in spezifischen Situationen aus. Ein Pilot mit hohem Neurotizismus kann exzellentes Stressmanagement erlernt haben. Persönlichkeit determiniert kein Verhalten — sie beeinflusst es.
4. Kulturelle Varianz bei Facetten: Während die fünf Hauptfaktoren transkulturell robust repliziert wurden, zeigen einzelne Facetten kulturspezifische Ausprägungen. Ein Neurotizismus-Wert ist im japanischen vs. deutschen Kontext unterschiedlich zu interpretieren.
OceanProfil ist ein Orientierungsinstrument zur Selbstreflexion — kein klinisches Diagnostikinstrument und kein Ersatz für offizielle DLR/EASA-Tests. Die Ergebnisse sind als Ausgangspunkt für persönliche Entwicklung gedacht. Maßgeblich ist ausschließlich das Urteil zugelassener Testbehörden.
OceanProfil verwendet die deutschsprachige Adaptation des IPIP-NEO-120 — 120 Items, die alle 30 Facetten des Big-Five-Modells mit je vier Items erfassen. Die englischen Originalformulierungen entsprechen den offiziellen IPIP-Items von Goldbergs Datenbank.
Alle Berechnungen finden vollständig lokal im Browser statt — kein Item, keine Antwort, kein Zwischenergebnis verlässt das Gerät. Der Algorithmus berechnet Rohwerte für alle 30 Facetten (je 4 Items, Skala 1–5, invertierte Items werden gespiegelt), aggregiert diese zu fünf Domänen-Scores und normiert die Ergebnisse auf eine 0–100%-Skala.
Die Pilot-Eignungseinschätzung basiert auf einem regelbasierten Algorithmus, der die wissenschaftlich dokumentierten Richtungspräferenzen (niedrig N, hoch C, mittel-hoch E und A) mit den individuellen Scores abgleicht. Sie ist als heuristisches Feedback gedacht, nicht als klinische Diagnose.
Es existieren Kurzversionen des Big-Five (z.B. BFI-10) für schnelle Screenings. Für ein aussagekräftiges Profil mit 30 Facetten sind jedoch mindestens 4 Items pro Facette notwendig — sonst wird die Messung zu unzuverlässig für sinnvolle Interpretation. 120 Items ist das Minimum für facettengenaue Auswertung.
Das Big-Five-Modell ist nicht die Antwort auf alle Fragen der menschlichen Psyche — aber es ist das robusteste, am besten validierte und praxiserprobte Werkzeug, das die Wissenschaft für die Persönlichkeitsdiagnostik hervorgebracht hat. Für angehende Piloten bietet es eine einzigartige Möglichkeit: Die eigene Persönlichkeit in denselben Kategorien zu verstehen, in denen Airlines und das DLR sie bewerten werden.
„Der Wert liegt nicht darin, Testergebnisse vorherzusagen oder zu manipulieren — sondern darin, sich ehrlich zu begegnen. Welche Eigenschaften sind meine Stärken im Cockpit? Wo liegt mein Entwicklungspotenzial?"
— OceanProfil LeitgedankeDas ist der Kernzweck von OceanProfil — und genau dafür ist das IPIP-NEO-120 das richtige Instrument.
120 Fragen · ~15 Minuten · 30 Facetten · PDF-Bericht kostenlos
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